Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

OK Mehr Informationen
Kreisgruppe Hameln-Pyrmont

Terra Preta Wochenende von BUND und LEADER – Region Hasetal

Foto: BUND Emsland, Martina Cordes

Nie mehr düngen, nur noch mulchen…

Am 6. und 7. April veranstalteten  die Kreisgruppe Emsland des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) zusammen mit der LEADER-Region Hasetal ein Wochenende rund um die fruchtbare Erde Terra Preta beim Bauerngarten in Meppen-Helte.

44 Menschen waren am Freitagabend ins nahe gelegene Gasthaus Röckers gekommen, um sich zwei Referate zum Einsatz der fruchtbaren Schwarzerde Terra Preta anzuhören.

Mischt man Grünabfälle vielerlei Art mit Dung, Pflanzenkohle und Milchsäurebakterien, findet unter Luftabschluss eine Fermentation statt.

Während dieses Prozesses saugen sich die Millionen feinster Poren der Holzkohle voll mit Nährstoffen, speichern Wasser und werden besiedelt von den Mikroorganismen des Bodens. Die so erzeugte Erde ist sehr fruchtbar.

Gerüche werden gebunden.

Nach einem Grundsatzreferat des Terra Preta Experten Rainer Sagawe berichtete Landwirt Jürgen Hemker über den Einsatz von Terra Preta in der Hühnerhaltung.

Praktiker Hemker hat 30.000 Hühner im Stall - dank des Einsatzes von Milchsäurebakterien und Pflanzenkohle wird das Ammoniak gebunden, es stinkt nicht mehr. Wenn nach dem Auszug einer Hühnergeneration ausgemistet wird, ist ein wertvoller Dünger entstanden. Den Hühnern bekommt das sehr gut, seit 5 Jahren kann Bauer Hemker auf den Einsatz von Antibiotika verzichten und immer mehr landwirtschaftliche Kollegen führen dieses Verfahren nicht nur in der Hühnerhaltung sondern auch in der Schweine- und Rinderhaltung ein. Großer Vorteil: Bei der Ausbringung dieser Substrate auf die Felder hält die Pflanzenkohle Nitrat fest, Regen wäscht nichts aus, das Nitrat bleibt aber für Pflanzen verfügbar, das Grundwasser wird geschützt.

Am Samstag kamen 18 Teilnehmer zum Terra Preta Workshop - hier demonstrierte Experte Sagawe, wie man im Hausgarten aus Baum- und Strauchschnitt und den täglich anfallenden Küchenabfällen und Urin kleine fruchtbare Kreisläufe einrichten kann. Aus der Umgebung besorgter Pferdemist und im Erdtrichter mit den Teilnehmern erzeugte Holzkohle wurden im Bauerngarten Helte gemischt mit Küchenabfällen zu einer Terra Preta Rohmischung.

Abgedeckt durch eine Plane fermentiert diese Menge nun für ca. 8 Wochen und kann dann als fruchtbare Terra Preta Schwarzerde auf die Beete aufgebracht werden. 100% Ertragssteigerung und mehr wurden dokumentiert. Großen Anklang fanden die auf drei Pyrolyseöfen gebratenen Kartoffelpuffer - die dabei erzeugte Holzkohle und die Küchenabfälle kamen ebenfalls in die Terra Preta Mischung.

 

 

Artikel in der NOZ zum Workshop

Auch die NOZ berichtet über den erfolgreichen Workshop

Zum Artikel

BUND-Bestellkorb