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Kreisgruppe Hameln-Pyrmont

Wildkatzenkorridor Pötzen, Nachpflanzung 17.11.2018

Die Herbstsonne meinte es gut mit uns, als wir am 17.11.2018 gemeinsam die durch die Trockenheit entstandenen Schäden am Wildkatzenkorridor beseitigt haben.

Beim Feintuning in der darauffolgenden Woche wurden dann die restlichen Pflanzschnitte durchgeführt und noch fehlender Verbissschutz angebracht. Eine tolle Aktion, die allen viel Spaß gemacht hat.

Wildkatzen droht besonders im Herbst der Tod an der Straße

Foto: Thomas Stephan

Junge Europäische Wildkatzen verlassen in diesen Wochen den Ort ihrer Geburt, um sich eigene Reviere zu suchen. Die weiteste dokumentierte Wanderung eines Wildkatzenkaters war 30 Kilometer. Dabei begeben sich jungen Katzen im Alter von circa einem halben Jahr oftmals auf eine gefährliche Wanderschaft, denn vielerorts wird ihr Lebensraum von vielbefahrenen Verkehrswegen durchschnitten. Vielen jungen Wildkatzen droht so der Tod an der Straße.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bittet Autofahrer gegenwärtig um besondere Achtsamkeit im Straßenverkehr, insbesondere in waldreichen Gegenden. "Der Straßentod gilt als die häufigste unnatürliche Todesursache bei ausgewachsenen Wildkatzen", so Friederike Scholz, Wildkatzenexpertin des BUND. "Für den Erhalt der Wildkatzenbestände in Deutschland stellen Verkehrsunfälle eine ernste, dauerhafte Bedrohung dar. Mit der Zeitumstellung verlagert sich zudem nun noch mehr Verkehr in die dunklen Tagesstunden, sodass sich das Risiko für die dämmerungs- und nachtaktiven Wildtiere nochmals erhöht."

Zahlen zu Wildunfällen mit Wildkatzen in Deutschland gibt es leider nur punktuell, denn nicht alle Bundesländer erfassen die Fälle systematisch. In Hessen wurden beispielsweise von 2009 bis 2013 durchschnittlich 35 tote Wildkatzen jährlich an Straßen gefunden, mit steigender Tendenz. Niedersachsen meldete im Zeitraum von 2010 bis 2014 insgesamt 111 tote Tiere. Dabei ist davon auszugehen, dass die Dunkelziffer noch viel höher ist und viele überfahrene Wildkatzen unentdeckt bleiben.

Um die Datenlage über die Todesursachen von Wildkatzen zu verbessern, führt der BUND in Rheinland-Pfalz ein Projekt zur Etablierung eines landesweiten, standardisierten Totfundmonitorings für Wildkatzen durch. Gefördert wird dieses Vorhaben durch das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz unter fachlicher Leitung des Landesamtes für Umwelt. Das zentrale Register soll dabei helfen, Unfallschwerpunkte zu identifizieren und zu entschärfen.

Jede verunglückte Wildkatze stellt einen herben Verlust für die geschützte Art dar. Wildkatzenexpertin Scholz rät Autofahrern deshalb, besonders in waldreichen Gegenden und in der Dämmerungszeit auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen und allgemeine Wildwechsel-Verkehrsschilder zu achten. "Behalten Sie den Straßenrand rechts und links im Auge. Blenden Sie nicht das Fernlicht auf, wenn ein Tier zu sehen ist, sondern hupen Sie, damit das Tier flüchten kann." Wichtig dabei: Immer die eigene Sicherheit beachten.

Die Wildkatze hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland weiter ausgebreitet, etwa 7.000 bis 10.000 Tiere durchstreifen unsere Wälder. Sie ist in weiten Teilen Mittel-, Südwest- und Süddeutschlands wieder heimisch, doch auch in Sachsen und dem nördlichen Niedersachsen gibt es nach langer Abwesenheit wieder erste gesicherte Wildkatzen. Der BUND setzt sich seit Jahrzehnten für den Schutz der Wildkatze ein – unter anderem, indem er die Lebensräume wieder miteinander vernetzt. Mit Unterstützung von Freiwilligen pflanzt der BUND in ganz Deutschland sogenannte "grüne Korridore" aus Bäumen und Büschen zwischen naturnahen Wäldern. Diese Wanderkorridore bieten den Wildkatzen Schutz und Deckung bei der Eroberung neuer Lebensräume.

Aus Sicht des BUND müssen Politik und Behörden jedoch noch viel stärker als bisher handeln: "Wir brauchen viel mehr Grünbrücken und andere Querungsmöglichkeiten über Straßen – für die Wildkatze und auch für andere Tiere. Zudem gehört unser Straßennetz zu den dichtesten der Welt. Die letzten unzerschnittenen Lebensräume müssen bewahrt werden und dürfen nicht dem Straßenbau geopfert werden", so Scholz.   

Das Weserbergland ist Luchsland.

Die wunderschönen, faszinierenden Pinselohren sind schon seit einiger Zeit wieder in unseren Wäldern unterwegs. Der BUND hat jetzt eine Broschüre veröffentlicht, in der man alles über die Raubkatze erfahren kann. Geballtes Wissen auf 60 Seiten - extrem empfehlenswerte Lektüre!

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Hilfe für unsere Schwalben

Hilfe für unsere Schwalben - "Wo die Schwalbe nistet, da kein Unglück fristet."

Unter diesem Motto konnten am 28.4. in Langenfeld große und kleine Menschen viel Wissenwertes über Schwalben lernen, eine Lehmpfütze für Nistmaterial anlegen und Schwalbennisthilfen bauen.

Danke an die vielen Helfer und die Unterstützung durch den Dorfgemeinschaftsverein Langenfeld, die freiwillige Feuerwehr Langenfeld und den NABU Hessisch Oldendorf. 

Bilderstrecke "Wir helfen Schwalben"

Unsere Formel für tolle Umweltaktionen:
Tolles Wetter + Groß und Klein fasst mit an = Jede Menge Spaß

Haukatze oder Wildkatze

Wie unterscheide ich eine Wildkatze von einer Hauskatze ? Merkmale und Unterscheidungsmöglichkeiten auf einem Poster im Überblick.

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